Parken im Ausland: So vermeiden Sie Knöllchen

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Der Urlaub ist gebucht und die Vorfreude groß. Doch viele Menschen vergessen in ihrer Euphorie, sich über die bestimmten Verkehrsregeln im jeweiligen Urlaubsland genau zu informieren. So passiert es nicht selten, dass eine Geldbuße als unfreiwilliges Souvenir mit nach Hause genommen wird. Gerade beim Parken gibt es einige Regeln, die beachtet werden müssen. Denn oft können Parkverstöße im Ausland noch teurer als in Deutschland werden.

Parkverstöße im Ausland

Um Falschparken im Ausland zu vermeiden, müssen die vor Ort bestehenden Verkehrsregeln eingehalten werden. Diese gelten sowohl mit dem eigenen Fahrzeug, als auch mit einem Mietwagen, welcher für den Urlaub ausgeliehen wurde. Neben dem Bußgeldbescheid besteht in manchen Ländern wie Holland oder Belgien sogar die Gefahr einer Parkkralle. Sie wieder zu entfernen ist ebenfalls mit hohen Kosten verbunden.

Die folgende Grafik zeigt die deutlichen Kostenunterschiede für falsches Parken zwischen den Ländern:

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Quelle: ADAC (Stand 2016) – aufrufbar unter: https://presse.adac.de/meldungen/recht/im-ausland-drohen-drastische-bussgelder.html

Bußgelder aus dem Ausland nicht ignorieren

Wer einen Strafzettel wegen einer Verkehrssünde wie Falschparken erhält, sollte diese keinesfalls ignorieren. Seit 2010 können EU-Bußgelder ab einer Grenze von 70 Euro in Deutschland eingetrieben werden. Deshalb rät der ADAC unabhängig von Falschparken, Rasen oder Alkoholfahrt, den Bescheid genau zu prüfen und rasch zu bezahlen.

Auch wenn manche Länder weniger konsequent bei der Eintreibung von Strafzetteln agieren, lohnt es sich, seine Schuld zu begleichen. In Spanien oder Italien kann es zum Beispiel passieren, dass die Geldbuße während des nächsten Urlaubs eingeholt wird, da Strafzettel erst nach mehreren Jahren verjähren. Außerdem sind manche Länder sehr großzügig und gewähren Rabatte bis zu 50 Prozent, wenn rechtzeitig bezahlt wird. Sollte der Strafzettel allerdings Fehler aufweisen, gilt es, sofort Einspruch zu erheben und gegebenenfalls einen Rechtsanwalt einzuschalten.

Knöllchen mit dem Mietwagen

Haftet der Autofahrer oder die Autovermietung bei einem Strafzettel mit dem Mietwagen? Wer im Ausland mit einem Leihwagen fährt und gegen die Verkehrsregeln verstößt, ist auch dafür verantwortlich. Die Bußgeldstelle wendet sich in der Regel an den Mietwagenvermittler und verlangt die Kontaktdaten des Mieters. Dafür entstehen Bearbeitungsgebühren, welche der Fahrer noch zusätzlich bezahlen muss.

Um die Bearbeitungsgebühr eventuell umgehen zu können, sollten Sie das Bußgeld bezahlen bevor die Autovermietung kontaktiert wurde. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Tat sofort bei dem jeweiligen Vermieter zu melden. In manchen Fällen zeigen sich diese kulant und verzichten auf die Bearbeitungsgebühr.

Besonderheiten beim Parken an einigen beliebten Urlaubszielen der Deutschen

Mallorca

Da die Verkehrsschilder auf Mallorca meist auf Spanisch sind, ist es nicht immer leicht zu verstehen, wo und wie es erlaubt ist, sein Fahrzeug abzustellen. Generell gilt, dass an Straßen mit blau umrandeten Flächen mit Parkschein geparkt werden darf. Hier beträgt die maximale Parkdauer zwei Stunden. Auf den wenigen weiß umrandeten Parkflächen ist sogar kostenfreies Parken zulässig, allerdings sind diese nur schwer zu finden. Bei gelben Linien sollte der Autofahrer acht geben. Hierbei handelt es sich meist um Behindertenparkplätze, Ladezonen oder Ausfahrten.

Kreta

In Kreta dürfen Mietwagen am Straßenrand in den Städten geparkt werden. Allerdings ist es meist schwer einen freien Parkplatz zu finden, weshalb viele in die überteuerten Parkhäuser oder Garagen ausweichen. An manchen Flächen wird ein Parkschein benötigt., welcher in einem einem Kiosk gekauft werden kann. Straßenschilder mit einem oder zwei durchgestrichenen Linien sind für Besucher sehr verwirrend. Sie besagen, dass Autofahren an ungeraden bzw. geraden Monaten nicht am Straßenrand Parken dürfen.

Rom

Es bestehen zwei verschiedene Parkzonen: die blaue und die weiße Zone. Parken in der blauen Zone ist gebührenpflichtig, dafür ist die Parkdauer unbegrenzt. In der weißen Zone hingegen können Besucher ihr Fahrzeug kostenlos abstellen, allerdings mit einer maximalen Parkdauer von drei Stunden. Da Parkplätze in Rom Mangelware sind, gibt es unterschiedliche Online-Anbieter, um sich seinen Stellplatz im Voraus zu buchen – auch in der Nähe der bekannten Sehenswürdigkeiten.

Paris

Autofahrer sollten sich im Vorhinein bewusst sein, dass in Frankreich Fahrzeuge als Nutzgegenstand und weniger als Statussymbol angesehen werden. So kommt es nicht selten vor, das Autos Kratzer oder Schrammen beim Parken erhalten. Allgemein darf in Paris innerhalb der weiß umrandeten Flächen am Straßenrand kostenpflichtig für maximal zwei Stunden geparkt werden. Bei den gelb gestrichelten Zonen handelt es sich um Lieferparkplätze, welche nur von 20 bis 7 Uhr gegen eine Gebühr genutzt werden dürfen. Auf gelb durchgezogenen Linien ist das Parken verboten. Wer seinen Wagen sicher abstellen möchte, der sollte sich ein Parkhaus suchen, welches Parkplätze, ähnlich wie in Rom, online anbietet.

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