Die 50 Bundesstaaten der USA – Überwältigende Canyons in Arizona und Utah

Karte USA Staaten - Arizona UtahLangsam aber stetig gräbt sich der Fluss in seinem Bett durch die Gesteinsschichten der Ebene und prägt im Laufe von Millionen von Jahren ein beeindruckendes Landschaftsbild. Niederschläge, Hebungen der Erdkruste und Erosion tragen ihr Übriges dazu bei. Riesige Schluchten zeugen heute von der Gewalt und Kraft der Natur im Laufe der Zeit. Erleben Sie den atemberaubenden Blick auf eine spannende Entstehungsgeschichte über die Wandelbarkeit der Erde.

 Grand Canyon, ArizonaGrand Canyon Arizona USA

Der wohl berühmteste Canyon der Vereinigten Staaten liegt im US Staat Arizona. Wer am Rande des Grand Canyon steht und auf das tief liegende Flussbett des Colorado River schaut, die mächtigen geschichteten Gesteinserhebungen betrachtet und die Weitläufigkeit dieser Naturlandschaft wahrnimmt, fühlt sich sofort klein und bedeutungslos. Ein besonderes Erlebnis soll das wechselnde Farbenspiel und der Blick über den Canyon bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sein. Die Parkplatzsuche gestaltet sich am beliebten und leichter zugänglichen Teil, dem South Rim, gerade zur Sommerzeit oftmals problematisch. Daher ist es empfehlenswert, das Mietfahrzeug auf dem Parkplatz des Grand Canyon Visitor Centers zu parken und von dort aus den kostenlosen Shuttle-Service zu nutzen. Der Grand Canyon Skywalk befindet sich nicht im National Park, sondern am West Rim, dem Eagle Point. Informieren Sie sich über die aktuellen Preise. Nicht nur für den Skywalk selbst werden Gebühren fällig, zusätzlich kommen Eintritt ins Indianergebiet und Parkgebühren hinzu.

Glen Canyon, ArizonaGlen Canyon Arizona USA

Der Glen Canyon liegt nördlich des Grand Canyons und wurde ebenso vom Colorado River geprägt. Im Herzen des Glen Canyon staut ein Damm das Wasser des Colorado River zum zweitgrößten Stausee der USA, dem Lake Powell. In den 50er Jahren wurde der Lake Powell als optimale Lösung für die zukünftige sichere Wasserversorgung des Südwestens angesehen. Rund um den Speichersee wurde später ein Naturschutz- und Erholungsgebiet gegründet. Der geflutete Teil des Canyon kann per Boot erkundet werden, wodurch auch die vielen Seitenarme des Canyon erreichbar sind. Wem der eindrucksvolle Ausblick vom Staudamm aus nicht reicht, sollte sich auf eine abenteuerliche Bootstour zwischen den gelben und braunen Sandsteinfelsen begeben.

Antelope Canyon, ArizonaAntelope Canyon Arizona USA

Im begehbaren Antelope Canyon versetzen einen die bizarren Formen im roten Sandstein der Canyonwände ins Staunen. Es handelt sich um die Hinterlassenschaften des Antelope Creek, ein eigentlich kleiner Bach, welcher hauptsächlich nur nach starken Niederschlägen genügend Wasser führt. Bei Regen besteht die Gefahr von sogenannten Flash Floods, flutartige Wassermassen, die den engwandigen Canyon durchspülen. Der Mietwagen muss am Parkplatz, rund acht Kilometer hinter der Stadt Page, stehen gelassen werden. Ein Weiterkommen ist nur mit einer kostenpflichtigen Jeeptour möglich, denn der Antelope Canyon ist im Privatbesitz der Navajo Indianer.

Canyon de Chelly, ArizonaCanyon de Chelly Arizona USA

Die schönsten Aussichten auf den Canyon de Chelly werden einem am Canyon-Rand mit Blick von oben zuteil. Vormittags empfiehlt es sich, den North Rim zu befahren, nachmittags und abends stellt der South Rim die bessere Wahl dar. Bereits vor annähernd 5.000 Jahren lebten im Canyon de Chelly bereits Menschen. Spätere Siedlungen wurden in den Felswänden errichtet, deren Überreste Besucher von den Aussichtspunkten aus entdecken können. Eines dieser kulturellen Zeugnisse ist die White House Ruin. Die steinernen Häuserruinen entstanden vor rund 1.000 Jahren und wurden von den Pueblo Indianern gebaut. Das eigentliche Wahrzeichen des Canyon de Chelly ist jedoch die 240 Meter hohe Felsformation Spider Rock, um welche sich die Legende der Spinnenfrau rankt, welcher der Navajo-Stamm bis heute huldigt.

Paria Canyon und Buckskin Gulch, Arizona und UtahParia Canyon - Coyote Buttes North

Der Paria Canyon und der Buckskin Gulch versprechen eine abenteuerliche Wanderung durch eine schmale gewundene Schlucht. Es bieten sich faszinierende Bilder durch das Licht- und Farbenspiel auf den durch Wasser geformten Sandsteinwänden. Bei einem Besuch sollte dringend der Wetterbericht geprüft werden, denn von Juli bis September können riesige gewitterbedingte Flutwellen für Wanderer im Canyon lebensbedrohlich werden. Für unvergessliche Eindrücke ist im Gebiet der Coyote Buttes gesorgt, das vor allem durch den wunderschön geschwungenen Sandstein, die sogenannte Wave, bekannt wurde. Mögliche Sandstürme und hohe Temperaturen erschweren eine Wanderung in den Sommermonaten. Die Personenzahl ist auf 20 Personen begrenzt, um diese einzigartige Steinlandschaft vor großen Touristenmassen zu schützen und zu bewahren. Die Permit erhält man mit etwas Glück in einem Lotterie-Verfahren.

Bryce Canyon, Utah
Bryce Canyon Utah USA

Geradezu majestätisch erheben sich die zinnen- und turmartigen Hoodoos im Bryce Canyon National Park. Niederschläge, Erosion und Erdhebungen haben die Gesteinsformationen in den halbrunden „natürlichen Amphitheatern“ moduliert. An sich ist die Bezeichnung Canyon hier falsch, denn es handelt sich beim Bryce Canyon somit um keine durch einen Fluss gefräste Schlucht. Die Indianer erzählen sich eine andere Legende zur Entstehung des Felsengartens. Demnach handelt es sich bei den skurrilen Formen um zu Stein erstarrte „Legend People“, die wie Tiere aussahen. Durch ihr schlechtes Verhalten erzürnten sie den Gott Coyote und wurden von ihm bestraft. Bis heute wirken die rötlich bis gelben Felsnadeln Ehrfurcht einflößend. Geologisch gesehen bildet der Bryce Canyon das Ende der Grand Staircase, eine Sedimentschichtenabfolge ähnlich einer großen Treppe, die im Grand Canyon beginnt und sich über den Zion Canyon bis zum Bryce Canyon erstreckt. Hier lassen sich 600 Millionen Jahre Erdgeschichte zurückverfolgen.

Zion Canyon, UtahZion Canyon Utah USA

Im Südwesten von Utah erstreckt sich der Zion Canyon in einer Landschaft vieler Schluchten, die eine Vielfalt an Lebensräumen für Tiere und verschiedene Pflanzenarten bereitstellt. In dem mehrere Millionen alten Gestein lassen sich Felswohnungen und Höhlenmalereien einer alten Indianerkultur finden. Sehenswert sind die Engpässe, die sogenannten Narrows, des Virgin Rivers, die bei Niedrigwasser durchquert werden können. Ein beliebter Wanderpfad führt durch dichte Wälder zu den Emerald Pools, die ihren Namen auf Grund ihrer Farbe erhielten. Das aus den Felsen austretende Wasser bildet kleine Wasserfälle und füllt die grünen Becken. Es erwartet Sie eine malerische und faszinierende Naturkulisse. Die spektakulärste Aussicht genießen Sie vom Gipfel Angels Landing. Wer den beschwerlichen Weg zum Gipfel meiden möchte, kann auch die weniger anstrengende Wanderung zum weinenden Felsen und seinem hängenden Garten machen oder bequem mit dem Shuttleservice zu den Viewpoints fahren.

Snow Canyon, Utah

Eine fast friedvolle Atmosphäre herrscht im Snow Canyon. In dieser wunderschönen sanften Sandsteinlandschaft des Canyons gibt es zahlreiche Erholungs- und Entdeckungsmöglichkeiten. Aktivitäten wie Camping, Trekking und Bergsteigen sowie Mountainbiking und Reiten sind geboten. Durch den Park verläuft eine befahrbare Straße mit Haltebuchten und Sitzgelegenheiten, die zum Verweilen einladen.


Tipps:

Kaufen Sie sich den „America the Beautiful“ Nationalparkpass für 80,00 USD. Er berechtigt alle Insassen eines Pkws ein Jahr lang zur Besichtigung aller teilnehmenden Nationalparks in den USA.

Einen Mietwagen für die USA möglichst nicht vor Ort und nicht direkt bei einer amerikanischen Firma im Internet buchen. In den Preisen ist so gut wie keine Versicherung enthalten. Sobald man die wirklich notwendigen Versicherungen wie Haftpflicht und Diebstahl zum Auto auswählt, erhöht sich der Preis auf mehr als das Doppelte! Achten Sie auch auf die Selbstbeteiligung.


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